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Zwischen Schamgefühl und Perversion

Ich hatte in “Bindungsfreie Happyness?” vom 23.05.2012 schon angedeutet, einem Selbtsversuch erlegen zu sein, der mich an den Rand der BDSM-Szene führte. Ein paar Schlüsselbegegnungen und -eindrücke ließen Blockaden bröckeln und ein gewisses Interesse, allerdings auch Stürme des Unmuts in mir erwachen.
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Glück (?)

Was ist eigentlich Glück? Ist es Glück, Erfahrungen zu sammeln und irgendwann an deren Mehrwert zu reifen? Ist es Glück, den richtigen Menschen als Liebe seines Lebens zu erkennen und in nahezu allen Facetten gleich zu schwingen? Ist es Glück, sich fortzupflanzen, für sein Kind alle Utopien über Bord zu werfen? Sein Kind für nur wenige Lebensmomente in die Arme zu schließen? Oder, seinen Utopien bis zur letzten Erkenntnisdämmerung zu folgen?
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Bereicherndes Interview für Masterarbeit gegeben

Der Anfrage einer Jenaer Studentin der Erziehungswissenschaften zur Trennungs- und Problematik der Vaterschaft kam ich sehr gern nach, für ein Interview zur Verfügung zu stehen (Infos hier). Eine schöne Einleitung und offene Selbstreflektion vor dem heute beginnenden Papa-Pfingstwochenende, die von Frau Gross sympathische und professionelle Anleitung erfuhr. Ich darf mich bei Ihr für ihr Engagement für ihre Master – Arbeit in diesen Belangen bedanken und kann nur jedem Betroffenen empfehlen, sich bei ihr noch zu melden. Diese Art der Gesprächsführung jedenfalls hat mir selbst einige neue Sichtweisen auf mich und mein Leben ermöglicht. Vielen Dank nach Jena!

 

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Bindungsfreie Happyness?

Vor zwei Tagen sah ich “Up in the air” mit George Clooney, ein klassischer US-Blockbuster, der aus meiner Sicht um die Haupthandlung herum feinfühlig auf das Thema Verwurzelung anspielt. Die Hauptrolle lebt weitgehend bindungsfrei zwischen Flügen und Hotels und wird irgendwann mit der Tatsache konfrontiert, dass seine ihm fremd gewordene Familie, seine Wurzeln und damit reale Bindungen an einem Ort existieren, den er nur wenige beklemmende Tage im Jahr selbst aufsuchte: seine Heimat.
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40er Sommer

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Mein erster und sehr wahrscheinlich letzter glattvierziger Sommer in zumindest diesem Leben. Besonders viel kann man genauso wenig richtiger als auch falscher als vermutlich auch in den anderen Lebensjahren machen.

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Geschrieben von - Mai 20, 2012 in Reflektionen, WortBildUng

 

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Tag- und Nacht-Gleiche

Tage gerinnen zu unruhigen Träumen. Schlaf und Nahrung verkommen zu Nebensächlichkeiten. Kaum noch Hunger, kaum noch Ruhe. Verschwimmende Grenzen, schemenhaftes Leben, Zeit der Erosion. Werte von gestern wie Scherben von heute. Spuren verlieren sich im Sandsturm unausgesprochener Dinge. Gedanken und Worte als Spielball unserer Taten.

 

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Ambivalenz

Watteweiches Sonnenreich. Rotgebrannte Haut, Wind im kurzen Haar. Berauscht von würdigem, stolzem, erhabenem Gedankengut. Ideengröße, Projektgröße, Zukunftsplänegröße. Selbstflirt kross am Abgrund. Erkenntnisfreiheit hinter der Wut meiner Stirn, ewiger Drang, ewige Hatz.
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Schlaflos

3.43 Uhr. 4.17 Uhr. 3.52 Uhr. 5.01 Uhr. Keine Nacht kommt mit mir klar. Kaum entschlummert und ein paar Träume durchlitten, wirft die alte Maschine ihren Motor wieder an. Als fehle mir ein wesentlicher Teil zur Vollständigkeit. Gedankenbilder, Emotionsfarben, Dauersuchmodus.
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Nebelflug

Während erfahrene Dinge laut vernehmbar nachhallen, furcht sich ein neuer, vielverheißender Weg in meine Pläne. Ich bin nicht allein, Du bringst mir unendlich viel Kraft entgegen, einen reichhaltigen Kosmos Ideen, Gedanken, unentdeckte Pfade. Nur still ist Deine Ahnung davon, wieviel Weisheit und Wärme und Geborgenheit in allem Wandel liegt.

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Neuland

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Ganz in der Tradition großer Literatur wie etwa der eines Tolstoi verlangt es auch in nicht nur den Niederungen des Popcorn-TV nach dramatischer Begleitmusik wie etwa Gewitterfronten, wenn das Leben nach mehr Neuland giert als es zu verdauen bereit ist. Und klar, warum sollte es bei mir anders sein. Unzählige Entscheidungen bahnen sich ihren Weg gerade so, als seien sie einbettendes Schlingwerk um eine der wichtigsten, einprägendsten Verbindungen in meinem Leben.

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